Roccat Kone Pure Optical im Test

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Seit fünf Jahren stellt das Hamburger Unternehmen Roccat bereits Gaming-Zubehör her. Das erste Produkt – die Maus namens Kone – hat seit jeher einen besonderen Stellenwert. Jetzt gibt es den Handschmeichler auch mit einem optischen Sensor. Wir haben uns die Kone Pure Optical etwas genauer angeschaut.

Die Roccat Kone war ein voller Erfolg: Ihr folgten einige andere Modelle aus dem Hause Roccat, unter anderem auch die Roccat Kone Pure, bei der die Form der originalen Kone auf 91% der Größe verkleinert wurden. Damit reagierte Roccat auf die Forderungen der Spieler – denn dir Kone ist eine der größten Mäuse auf dem Markt. Die Eigenheiten der Kone Pure Optical sind recht offensichtlich, schaut man einmal auf ihre Verpackung: Ein optischer Sensor, der mit 4000 DPI auflöst, sieben Maustasten, die komplett frei und doppelt programmierbar sind und eine Beleuchtung, die das jeweils ausgewählte Treiberprofil anzeigt. Auswechselbare Gewichte sucht man jedoch vergeblich.

Die Kone Pure Optical macht auch optisch einiges her

Die Kone Pure Optical macht auch optisch einiges her

Hier noch einmal die technischen Daten im Überblick:

  • Sensor: Pro-Optic Sensor R3 mit bis zu 4000 dpi
  • Polling Rate: 1000 Hz
  • Reaktionszeit: 1 ms
  • Auflösung: 12000 fps, 10.8 Megapixel
  • Größe: 7 x 12cm
  • Gewicht: 90g (ohne Kabel)
  • Beschleunigung: 30G
  • 3.8m/s (150ips)
  • 16-bit data channel
  • Lift off Distanz: 1-5mm
  • 72MHz Turbo Core V2 32-bit Arm based MCU
  • Speicher: 576kB intern
  • Zero angle snapping/prediction (weiteres dazu unten)
  • USB-Kabel: 1.8m, stoffüberzogen

Doch warum eigentlich ein optischer Sensor? Immerhin ist diese Technik schon etwas angestaubt. Gemeinhin ausgedrückt fühlen sich optische Sensoren oft genauer an als Laser. Das hängt allerdings allerdings oftmals daran, dass Lasermäuse die gemessene Strecke “begradigen” (Angle-Snapping). Tatsächlich kann man faktisch nur festhalten, dass Lasermäuse auf sehr glatten Oberflächen besser funktionieren, optische Sensoren jedoch einen deutlich “natürlicheren” Umgang hergeben. Weitere Unterschiede im Handling sind eher eine Glaubensfrage und beruhen eher weniger auf technischen Gegebenheiten.

In unserem Test macht die Kone Pure Optical einen sehr guten Eindruck. Bereits beim ersten Anfassen fühlt sich die leicht gummierte Oberfläche hochwertig an, Spaltmaße sind kaum vorhanden. Die mittlere Maustaste (Mausrad) hat leider einen sehr schwammigen Druckpunkt, der bei allen anderen Tasten jedoch wohl definiert und knackig ist. Das beleuchtete Roccat-Logo lässt sich entweder durchgehend oder pulsierend einschalten und zeigt mit ihrer Farbe, welches der bis zu fünf Profile aktiv ist. Dabei lässt das Leuchten die Maus gleich noch ein Stück wertiger wirken. Auch die mitgelieferten Gleitfüße tun ihren Job sehr gut; Profi-Spieler werden jedoch vermutlich trotzdem Teflon-Füße bevorzugen. Zwar liegt die Kone Pure Optical dank ihrer kleineren Bauform jetzt auch bei Menschen mit normalgroßen Händen gut, ist jedoch weiterhin nur für Rechtshänder geeignet.

Bei Gaming-Mäusen sind auch die Treiber ein wichtiger Aspekt und werden von den Herstellern leider sehr oft stiefmütterlich behandelt. Wie jedoch bereits von anderen Produkten von Roccat ist der Treiber der Kone eingängig, bietet enorm viele Einstellmöglichkeiten und leicht zu bedienen. Makros, Shortcuts und Ähnliches sind schnell programmiert und gut anzuwenden.
Leider liefert Roccat die Software nicht mit, in der Bedienungsanleitung ist lediglich ein Link zum Download zu finden.

Unser Fazit

Mit der Kone Pure Optical führt Roccat die Linie gut gelungener Mäuse fort. In unserem Test leistet sie sich keine gravierenden Schwächen – lediglich die Klickfunktion des Mausrads könnte etwas knackiger sein. Auch schade ist, dass der Hersteller weder Gewichte, noch den Treiber beilegt. Gerade im Profi-Segment sind Gewichte eher obligatorisch. Ein 4-Wege-Scrollrad wäre – wie vom Bruder ohne optischen Sensor gewohnt – ein nettes Feature, das jedoch auch nicht wirklich fehlt.
Wer noch nie eine optische Maus hatte, kann hier eigentlich nichts falsch machen; im Vergleich zur Laser-Variante zeigten sich keine großen Unterschiede.

Mit einem Preis von rund 70€ ist die Kone zwar nicht sonderlich günstig, macht das aber mit sehr guter Qualität und auch einer gewissen optischen Komponente wieder wett.

Wir danken Roccat für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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